Erlebnisse, die Grundrisse formen

Wir widmen uns heute Co-Design-Workshops, die persönliche Geschichten nutzen, um grüne Häuser zu gestalten. Aus Erinnerungen, Alltagsritualen und Werten entstehen Grundrisse, Materialwahlen und Energiekonzepte, die wirklich passen. Lass dich inspirieren, erzähle deine eigene Wohnbiografie, und begleite uns von der ersten Idee bis zur nachhaltigen Umsetzung.

Vom Morgenritual zum Grundriss

Beginne mit alltäglichen Wegen: vom Aufstehen zum Fenster, vom Kaffee zur Terrasse. Kartiere, wo Licht, Wärme und Ruhe gebraucht werden. Die Gruppe zeichnet Laufwege, überlagert Bedürfnisse und entdeckt Zonen. Daraus entstehen kluge Platzierungen für Küche, Stauraum, Pflanzen und flexible Übergänge.

Emotionale Trigger als Materialkompass

Erinnerungen an einen kühlen Steinboden, den du barfuß mochtest, oder an das beruhigende Knarzen von Holz, leiten Materialentscheidungen. Wir prüfen regionale Verfügbarkeit, Graue Energie und Pflegeaufwand. So werden Gefühle zu Kriterien, die ökologische Verantwortung und spürbare Qualität verbinden.

Methoden im Workshopraum

Story-Mapping-Stationen

Mehrere Tische bilden Stationen: Kindheitserinnerungen, heutige Routinen, Zukunftsbilder. Teilnehmende kleben Notizzettel, Fotos, kleine Fundstücke und verbinden sie mit Linien. Moderierende destillieren Bedürfnisse, ökologischen Nutzen und Konflikte. Am Ende zeigt ein gemeinsamer Pfad, wie Erzählungen Entscheidungen für Dämmung, Belüftung und Tageslicht lenken.

Artefakt-Safari

Alle bringen Gegenstände mit, die Wohngefühle verkörpern: die abgenutzte Schürze, ein Keramikbecher, ein warmer Schal. Wir analysieren Textur, Temperatur, Gewicht und Herkunft. Daraus entstehen Materialbibliotheken und Moodboards, die Raumklima, Akustik und Oberflächenqualitäten für langlebiges, reparaturfreundliches Bauen definieren.

Zukunftstagebuch

Über mehrere Wochen schreiben Teilnehmende kurze Einträge zu Energie, Komfort, Mobilität und Gemeinschaft. Die Texte enthüllen Muster, die einmalige Workshops übersehen. Wir verdichten sie zu Anforderungen, priorisieren Wirkung und Kosten, und leiten phasenweise Entscheidungen ab – von pilotierten Prototypen bis zur Ausführung.

Ökologische Entscheidungen, die Geschichten respektieren

Nachhaltigkeit gewinnt, wenn sie an Lebensgewohnheiten andockt. Wir übersetzen Erzählungen in passives Design, suffiziente Flächen, wiederverwendbare Materialien und einfache Wartung. Statt Verzicht entsteht Zugehörigkeit. So bleibt Effizienz nicht abstrakt, sondern wird täglich erlebbar. Schreibe uns, welche ökologische Entscheidung deinen Alltag spürbar erleichterte.
Erzählte Lieblingsorte verraten Sonnenkorridore. Wir orientieren Fenster, Laiben, Außenjalousien und Laubengänge so, dass Winterwärme eingefangen und Sommerhitze gebremst wird. Nutzergewohnheiten steuern Automatikgrade. Ergebnis: weniger Technik, mehr Komfort, klare Sichtbezüge und Pflanzen, die als lebendige Verschattung beitragen und Biodiversität fördern.
Die Lieblingsbank vom Flohmarkt erinnert an Reparierbarkeit. Wir planen Schichtaufbauten, die sich sortenrein trennen lassen, setzen auf Lehm, Holz, Recyclingbeton und Demontagefreundlichkeit. Geschichten über Pflegealltag definieren Oberflächen. So bleibt der ökologische Fußabdruck gering, und Bauteile können in zukünftigen Projekten weiterleben.
Aus Duschgewohnheiten, Kochzeiten und Wäschezyklen leiten wir Lastprofile ab. Darauf bauen Regenwassernutzung, Grauwasserrecycling, Speicher, Solarkollektoren und Niedertemperaturheizungen auf. Klare Bedienkonzepte vermeiden Frust. Die Geschichten der Bewohnerinnen bleiben Leitstern, damit Technik dient, statt Verhalten zu dominieren, und so Akzeptanz wächst.

Partizipation fair und inklusiv gestalten

Förderliche Räume entstehen, wenn alle Stimmen gehört werden: Mieterinnen, Handwerker, Nachbarschaft, Kinder. Wir strukturieren Beiträge, geben Zeit und schaffen Vertrauen. Transparente Dokumentation ermöglicht späteres Nachvollziehen. Erzähle, welche Moderationsformen dich stärken, und melde dich an, wenn du an kommenden Austauschformaten teilnehmen möchtest.

Barrierearme Moderation

Große Pläne werden klein, wenn Zugänge fehlen. Wir nutzen klare Sprache, taktile Modelle, Pausen, rollstuhlgerechte Wege und visuelle Zusammenfassungen. Feedback wird anonym möglich. So können Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten beitragen, und die entstehenden grünen Häuser spiegeln die Vielfalt ihrer Geschichten würdevoll wider.

Mehrsprachigkeit und Bildsprache

Nicht jedes Gefühl lässt sich sofort übersetzen. Deshalb arbeiten wir mit Piktogrammen, Farbcodes, Symbolkarten und Dolmetschenden. Fotos aus Alltagen öffnen Gespräche. Durch diese Brücken entstehen genauere Entscheidungen, niedrigere Hürden und ein Gemeinschaftsgefühl, das tragfähig bleibt, wenn Bauzeiten stressig oder überraschend werden.

Die Küche als Marktplatz

Ein Hauskollektiv erzählte von duftenden Wochenmärkten. Daraus entstand eine gemeinschaftliche Küche mit Nordlicht, Abluftwärmerückgewinnung, robusten Holzoberflächen und großen Tischen. Durch geteiltes Einkochen wurden Lebensmittelabfälle reduziert, Stromspitzen verschoben und Nachbarschaftsnetzwerke gestärkt. Die Beteiligten berichten, wie die Küche heute Gespräche und Reparaturen beherbergt.

Das Fenster zur Erinnerung

Eine Bewohnerin beschrieb den Trost ihrer Großmutter am Südfenster. Geplant wurde ein tiefes Sitzfenster mit Speichermasse, außenliegender Verschattung und Kräuterbank. Es sammelt Wintersonne, schützt im Sommer und lädt zum Lesen ein. Ihr Energieverbrauch sank, die Wohnzufriedenheit stieg deutlich sichtbar.

Der Hof, der Nachbarn verband

Aus Geschichten über improvisierte Fahrradreparaturen entstand ein wettergeschützter Hof mit Regenwassernutzung, Werkzeugwand, PV-Überdachung und Leihlager. Er wurde sozialer Magnet und energetischer Puffer. Gemeinsame Pflege schuf Verantwortung, Vandalismus verschwand. Schreib uns, welche Gemeinschaftsfläche in deinem Alltag Wandel anstoßen könnte und warum.

Vom Workshop zum Bau: Umsetzung ohne Reue

Zwischen Post-its und Baustelle liegen Entscheidungen, die Geld, Klima und Nerven betreffen. Wir zeigen, wie Ergebnisse priorisiert, getestet und verankert werden, ohne die erzählten Bedürfnisse zu verlieren. Abonniere unseren Newsletter, diskutiere in den Kommentaren, und begleite realisierte Schritte kritisch, konstruktiv, neugierig.
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